Zum Programmieren von LINUX NEUTRINO, das man durch das Einspielen (Flashen) von sogenannten “Flash-Images” erreicht, ist kein Umbau im Sinne von Austausch von elektronischen Bauteilen an der Hardware der DBOX2 nötig. Es ist lediglich notwendig, die Box in den DEBUG-MODUS (geöffneter Reparaturzustand) zu versetzen. Dieses Vorgehen ist notwendig, da die Originalsoftware (Betanova) gegen Veränderungen an der D-Box hardwareseitig geschützt ist. In diesem ursprünglich für die Entwickler und Servicetechniker vorbehaltenem Modus kann die Software verändert werden und ein anderes Betriebssystem wie z.B. Linux Neutrino benutzt werden.
Dbox Debug Mode
Der Umbau-Eingriff ist nur an D-Boxen möglich, die sich in ihrem Eigentum befinden. An Mietgeräten von Premiere ist dies nicht gestattet. Nach Modifizierung besteht jedoch kein Garantieanspruch vom Hersteller (Nokia,Sagem,Philips) mehr, der ohnehin bei den meistens D-Boxen schon abgelaufen ist. Um nun LINUX NEUTRINO auf der Dbox betreiben zu können müssen wir eine wichtige Hürde nehmen da das bestehende System keinen Schreibzugriff erlaubt. Beim Einschalten der Dbox lädt der Bootloader (ersten 128kB) das Betriebssystem. Da im Originalzustand der Bootbereich des Flashspeichers keine Schreibrechte erlaubt, muss die Dbox einem Hardwareeingriff unterzogen werden , dem sogenannten Debug Mode.
Dbox Debug Mode
Dieser geöffnete Zustand erlaubt den Bootloader des Flashbausteins zu beschreiben und somit alternativ andere Software zu betreiben. Allerdings gibt es 7 verschiedene meist schwierige Varianten um das gewünschte Ziel zu erreichen. Die Dbox-2 Hersteller “Nokia,Sagem,Philips” haben unterschiedlichen Hardwarekonfigurationen bezüglich der verwendeten Flashbausteine. Wir aber erfüllen den Traum von ihrer Turbo-Dbox ! Im Bild ist der Debug Mode nach erfolgreichen Eingriff erreicht und Linux Neutrino kann installiert werden. Nach erfolgter Installation des Linux-Systems erfreuen wir uns weiterer Highlights wie dem verbesserten EPG (elektronische Programmvorschau) und schnellem Videotext. Desweiteren müssen sie während der Dbox-Einstellungen im Menü nicht auf Fernsehen verzichten, da durch Transparenteinstellungen des Menüs des Bild weiterhin zu sehen ist. In den Videoeinstellungen haben sie die Möglichkeit folgende Videosignal-Quellen auszuwählen: RGB,S-VIDEO,YUV. Plasma-TV oder Beamer ist heute kein Problem mehr für Linux. AC3-Dolby-Digital ist weiter problemlos zu empfangen. Digitales Fernsehen ist einfach besseres Vergnügen :-) . Weitere Vorteile mit Linux auf der Dbox erfahren Sie hier .